Mars in Taurus sextiles Neptune in Pisces (Sunday, 14th February 2021)


Mars im Stier. – Die Energie der Stille. Die Macht des Moments. Unsere natürliche Kraft, welche sich erden will. Wurzeln schlagen. Voll harter Kraft in weicher Krume. Unser Streben nach Werten, die länger dauern als einen Sommer. Und uns die Süße unseres Wollens ernten lassen.


Neptun – Unser Einssein mit dem All. Unsere Intuition und Verbundenheit. Unser Fühlen der nichtdenkbaren WAHRHEIT. Unerklärbaren Realität. Irrationaler Weisheit. Unser Rausch der Auflösung. Die Desillusion unseres Seins. Neptun. Das Verschwimmen im Zauber der Phantasie. Welche alle Realität in zarter Konfusion zerfließen lässt.



Tautropfen auf grünem Halm. Glitzernde Perlen voll Poesie. Phantastische Kugeln voll irisierendem Licht. Voll irritierender Schönheit. Zarte Wassermoleküle, welche voll Spannung das Gras benetzen. Die Farben zum Strahlen bringen. Subtile Verstärker natürlichen Scheins. Wassertropfen, die das Licht zerschneiden. Zu Prismen formieren. Leise und still, doch voll unbändiger Kraft. Tautropfen. Teile unendlichen Wassers, unendlicher Weite. Tränen ozeanischer Fluten. Gefallen aus dem Himmel auf die Erde. Nahrung der Natur. Grundstoff des Lebens. Der Erde. Des lebendigen Grases. Sie kullern hinab. Von hoher Spitze der grünen Halme in tiefe Schichten grundiger Erde. Sie streicheln die grasige Oberfläche. Tropfen hinab. Wie in Zeitlupe. Unbemerkt und doch profund.


Manchmal sind es die unbemerkten Momente. Voll Stille und Frieden, die uns wirklich bewegen. Das leise Tropfen unserer Seele, das in ozeanische Fluten mündet. Voll Tiefe und Unendlichkeit. Voll Kraft und Schönheit. Voll ewiger Weisheit in momentaner Unwissenheit. Manchmal ist es das Gewahr werden der Langsamkeit – nein – der Zeitlosigkeit, welches den größten Einfluss hat. Manchmal verleiht das Wissen unseres Unwissens uns wahre Kraft. Die Verbindung zum ALL beschwingt unsere Schritte. Voll tänzelnder Dynamik zu sphärischem Klang. Zartes Tappen auf taugrünem Gras. Feine Kühle von schwereloser Phantasie.


Wir können uns verirren, verwirren. Wenn wir so tänzeln. Mit Augen zu. Ohne Zeit. Ohne Plan. Wir könnten vergessen, wohin wir wollen. Was wir eben noch erstrebten. So sehr. So hart. Wir könnten die Richtung verlieren. Doch vielleicht liegt hierin der Sinn? Denn vielleicht würden wir spüren wohin es uns zieht. Wohin wir fließen. Wenn wir loslassen. Aufhören die Füße in die Erde zu verbohren. Aufhören aufzustampfen. Aufhören unsere Schritte nur auf Wege zu lenken, die uns sicher, geerdet und fest erscheinen. Vielleicht kommen wir zu neuer, unendlicher Kraft, wenn wir uns verbinden. Mit dem tiefen Gefühl getragen zu sein. Vom Tau. Vom Gras. Von der Erde. Vom Ozean.


Vielleicht wissen wir endlich was wir wollen, wenn wir fühlen. Unseren Körper. Eine feine Antenne für kosmische Klänge. Die in uns, mit uns, um uns sind. Klingen, Schwingen. Uns leiten, wenn wir hören. Lauschen. In uns. Um uns. Wenn wir aufhören zu kämpfen. Aufhören unseren Willen zu kanalisieren, zu limitieren. Wenn wir uns öffnen. Die Kräfte fließen lassen. Dann finden sie ihren Weg. Unseren Weg. Dann können wir wirken, ohne zu wüten. Mit Grazie und Stärke. Mit Sanftheit und Anmut. Animalisch und doch göttlich.

Unser Körper kann uns leiten. Unser Körper. Hülle unserer Seele. Und doch fester Bestandteil des Seins. Ohne ihn würden wir schweben. Mit ihm können wir erschaffen. Doch wir sind beides. Körper. Seele. Wir sind Wassermoleküle und Erde. Sternestaub und Ozean. Wenn wir uns dies erlauben. Mehr zu sein. Mehr zu wollen. Als wir uns vorstellen können. Wenn wir uns der unendlichen Weite der Ewigkeit öffnen, erkennen wir neue Möglichkeiten. Unendliches Potential. Wenn wir den Moment der Zeitlosigkeit genießen, können wir unsere Kraft spüren. Uns verbinden mit der Natur unserer Göttlichkeit. Wir können erschaffen, ohne zu erschlaffen. Gespeist vom Fluss des Seins.


Wenn wir die Kraft unserer Seele entdecken, zählt nicht mehr ob wir im Plan sind. Ob wir Ziele erreichen. Ob wir unseren Willen erhalten. Wenn wir unsere Seele führen lassen, können wir mehr bewirken als wir denken. Über uns hinaus erschaffen. Größer werden, ohne laut zu sein. Wir können wie der Tau ein Teil des Meeres sein. Wir können wie Gras ein Teil der Erde werden. Und unser willenvolles Tun wird Teil des Großen. Von dem wir jetzt noch nichts wissen. Doch ahnen, dass es voll Schönheit ist. Wenn wir vertrauen, uns hingeben, dann fließt unsere Kraft. Vereint sich mit größeren Strömen. Voll Dynamik und Power. Wenn wir vertrauen, wird unsere Energie gespeist. Vom Tau des Lebens. Dann sind wir geerdet und trotzdem frei. Dynamisch und trotzdem voll Ruhe. Dann werden feine Tautropfen zu Ozeanen und die Rauheit der Erde zur fruchtbaren Krume potentiellen Seins. Und wir sind Teil. Unseres eigenen Erschaffens und der allumfassenden Schöpfung des ALL.



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