Mercury conjuncts the Sun in Sagittarius on the Galactic Center (December 20th 2020)


Die Sonne – Unser Zentrum. Unser Strahlen. Unsere Vitalität. Unser Kraft. Im Schützen – Unser Willen zur Erweiterung. Unsere Sehnsucht nach Expansion. Strahlende Lichtarme, die unser Sein entflammen. Die Welt und uns selbst in einem neuen Licht erhellen, welches uns letztlich zu uns führt. In unser Zentrum. Das nun weiter und heller erscheint als je zuvor.


Merkur – Unser geistvolles Staunen. Lernendes Wollen. Unser Vermögen Informationen zu sammeln, zu suchen. Verbindungen zu knüpfen. Zwischen Worten und Zeichen, Menschen und Orten. Nervenströme voll flirrender Zündkraft. Im Schützen – wird das Sammeln zur Sehnsucht. Das Denken zur Ahnung. Information zur Inspiration. Merkur im Schützen ist unser Geist, der sich feurig-flügelnd erhebt – um mehr zu sehen als kleine Fakten und Daten-Happen. Unser Denken, das die eigenen Grenzen sprengen, große Geschichten schreiben und von tiefen Wahrheiten erzählen will.



Wenn sich Sonne und Merkur im gleißend schwarzen Center unserer Galaxie vereinen, verschmilzt das Licht zur elektrisierendenden Flamme, die unser Inneres erhellt. Aus unserem Inneren strahlt. Wir blinzeln. Hellsichtig? Verblendet? Wir kneifen die Augen zusammen vor allzu viel Feuer. Allzu viel Licht. In unserem Zentrum. Dem Zentrum der Galaxie. Wenn Sonne und Merkur verschmelzen, ergießt sich eine Helle über uns, die uns erleuchtende Segnung und angsteinflößendes Gleißen schenkt. Ein elektrisierender Funke, der uns unvermutet trifft und sich in Sekundenschnelle über die neuronalen Highways unseres Hirns ins ALL unseres Bewusstsein ergießt.


Wir sehen klar. Plötzlich. Hell. Fühlen uns licht. Doch auch entblößt. Überstrahlt. Von unserem eigenen Sein. Der Wucht der Erkenntnis? Wie viel Erhellung vertragen wir? Erlauben wir uns ins Licht zu blicken? Zucken wir vor dem Schmerz unserer Flammen in galaktische Tiefen zurück? Was liegt in unserem Dunkel? Welch blinde Flecke bieten uns Schutz vor fremden und eigenen Blicken? Welch kosmisch schwarze Löcher birgt unsere Seele, die Weltenseele, und: Wollen wir sie erkennen? Erhellen? Halten wir den Blick in die Dunkelheit aus? Halten wir den Blick in die Helligkeit aus?



Wir fühlen die zuckende Kontraktion und Expansion unserer Pupillen – überfordert vom gleißenden Dunkel und schwarzen Licht, von betörenden Flammen und zerstörender Helle. Wir schließen die Augen. In Erwartung einer Pause. Wollen in Anbetracht unserer Lider versinken. In uns tauchen. Doch sind erstaunt. Über die lichthellen Blitze, welche das vorherige Licht kreierte. Magische Funken, die unsere Lider als Leinwand benutzen. Uns widerspiegeln, was vorher erkannt, gesehen, erhellt wurde. Das Licht der Sonne ist in uns. Der Funken unseres Geistes ist Teil der Welt. Das Zentrum der Galaxie liegt tief in unserem Sein.


Wenn wir einmal die Sonne des ALLS erblickten und unseren Geist dem Grenzenlosen öffneten, gibt es kein Zurück. Wenn wir die Sphäre unseres Seins mit Helligkeit füllten, erkennen wir, dass selbst unser tiefstes Center im schwarzen Licht erstrahlt. Wir können nicht mehr zurück. Wollen nicht mehr zurück. Sind gewahr, dass selbst unsere Dunkelheit strahlt und dieser gleißende Augen-Blick diesen Lidschlag über-hält. In Ewigkeit zerrinnt. Einer Ewigkeit, die uns ahnen lässt, was passiert, wenn wir uns öffnen. Und uns mit Blinzeln und lidrigem Zucken an eine Helligkeit gewöhnen, die unsere Weltenseele in neuem Licht erstrahlen lässt.


Wenn Sonne und Merkur verschmelzen, erkennen wir, dass auch geschlossenen Augen sehen und unsere Dunkelheit die größte Erhellung bringt. Wir öffnen die Augen. Wir öffnen den Geist. Wir sind Licht.




Bilder (von oben nach unten): Georgia Rose Hardy, Circlestances, Neil Krug, Visualpoitions

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