Planetary Musings – Mercury in Sagittarius squares Neptune in Pisces (December 12th 2020)


Merkur im Schützen – unser Geist auf der Suchen nach Großem. Unsere Gedanken auf Erlebnisreise. Unser Denken, das sich durch Erfahrung weiten und eine höhere Ordnung erkennen will. Merkur im Schützen – unser inneres Feuer, das für die Wahrheit brennt und diese erklären, sprechen und teilen will.


Neptun in den Fischen – unser Ahnen von MEHR. Unser Gespür für das ALL. Unsre Hoffnung, unser Glaube. An etwas, das alle Gedankengebäude und Religionssysteme übersteigt. Neptun in den Fischen – unsere Unfähigkeit zu wissen und unser Potential zu erwachen. Aus dem illusorischen Traum unserer Realität.



Wie Feuer und Wasser. Fühle ich mich, als ich meinen erhitzten Kopf in kühlen Fluten bade. Meine Gedanken durchdringen und fließen lasse. Ich spüre mehr als ich begreife … wie meine Erlebnisse verblassen, verwaschen. Ich tauche tief. Und blicke hoch. Nur leise erahne ich die scharf umrissene Wirklichkeit über wässriger Fläche. Nur langsam erkenne ich die wabernden Schatten dessen, was ich zuvor erblickte und sah. Doch war dies überhaupt real? Er-lebte oder träumte ich? Wa(h)r dies nur Schein und eine züngelnde Flamme meiner Gedanken?


Nun, mit dem Kopf unter Wasser zweifle ich. An meiner Wahrheit, die doch so scharf und fest erschien. Nun, da ich in den Fluten treibe. Und sinke. Im ungreifbaren, kühlen Nass möchte ich festhalten – an den Ankern meines Wissens. Ich will den Boden der Tatsachen spüren. Mich an meinem Schwert der Logik festhalten oder aufhalten? Was eben, im hellen Licht der Sonne so strahlend und sicher erschien, so voller Wahrheit und Potential, erscheint mir jetzt als Bruchstück. Kleiner Teil des Seins.


Alle Gedanken und Ideen, die zuvor so groß erschienen. Alle Worte, die mir durch den Kopf und über die Lippen kamen – in voller Tönung und brustvoller Überzeugung scheinen nun ins Wanken – ins Wogen zu geraten. Sind sie falsch? Ich weiß es nicht. Sind sie wahr? Vielleicht.


Ich strample mit den Füßen und versuche das Wasser zu erfassen. Es rinnt mir durch die Finger. Ist unbegreiflich. Ich schwebe. Im Blau. Ich will das nicht. Driften, mich verlieren. Ich will nicht loslassen, was ich für wahr hielt. Ich kämpfe. Im Kopf. Halte fest an meinem Verstand. Will schreien. Will sprechen. Doch ich kann meinen Mund nicht öffnen. Hier, in der wogenden Weite dringt kein Ton aus meinem Mund. Ich kann nicht sprechen. Muss lauschen. Auf das Rauschen meines Blutes, das eins zu sein scheint mit den wässrigen Wellen. Der Schlag meines Herzens, sich auflösend in der Harmonie des Blau. Mein Puls – ein Vibrieren im Nass.


Ich kämpfe nicht. Ich lasse los. Löse mich. Auf? Ich halte nicht fest. An meinen Ideen. Spüre wie ich treibe. Mich entspanne und mein Geist sich weitet. Ich lasse los von meinen Fragen. Ich erkenne nicht. Ahne nur. Spüre, dass alle meine Erfahrungen in meinem Herzen sind. Es nicht wichtig ist, was wirklich wa(h)r. Es nicht wichtig ist, was ich erklären, beweisen kann. Ich nur fühlen will, was wa(h)r ist. Und ich weiß, nein! Spüre, dass diese Herzenswahrheit viel kleiner und größer ist als ich begreife kann. Sich einreiht in eine WAHRHEIT und LIEBE, die immerdar und immerwahr ist. In meinem Herzen, den Wellen, der Weite.


Ich muss nicht wissen. Nicht festhalten. Darf fließen. Sein. Im Vertrauen, dass Wahrheit da ist –, wenn ich nicht zu mache, sondern zulasse.


Ich kämpfe nicht mehr gegen die schwebende Tiefe, den gedanklichen Strudel. Ich lasse mich treiben und tauche auf. Aus den nassen Wellen. Mit kühlem Kopf. Ich tauche auf und sehe die Welt aus neuen Augen. Fühle das perlende Tropfen an meinem Körper. Spüre wie das Wasser in? an? meinem Kopf hinunterläuft. Klärt und kühlt.


Und ich ahne, dass es mehr gibt als ich mit meinen größten Worten ausdrücken kann. Dass meine Ideen kleine große Teile einer fließenden WAHRHEIT sind, zu der es viele Wege gibt. Doch nur eine Antwort. Eine Antwort, die nicht mein Kopf, nur mein Herz versteht. Und dessen Umschreibung „LIEBE“ nur ein ahnender Versuch meines Verstandes ist.



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