Saturn conjuncts the Sun in Aquarius (January 24th 2021)


Saturn. Unsere Strukturen. Die Knochen unseres Seins. Hier als Menschen. In Raum und Zeit. Limitiert durch den Tod. Gehalten durch Grenzen. Saturn. Unser Wissen vom Ende. Unser Streben nach Erfüllung. Füllung des Lee(h)raums zwischen Werden und Sterben. Unser Wille nach mehr. Meisterschaft. Die Zähigkeit des Lernens. Des Lebens. Der bittersüße Schweiß unsrer Mühen. Die Schwere unserer Schuld. Und die beruhigende Verantwortung für gute, rechte Taten.


Die Sonne. Unsere Vitalität. Kraft des Lebens. Das Strahlen unserer Purheit. Unser Herz. Aus Gold. Die Essenz unseres Seins. Manchmal gleißend und heiß. Unertragbar hell. Manchmal verdunkelt und gedimmt. Doch immer da. Ob wir wollen oder nicht. Ob wir können oder nicht. Strahlen, die manchmal nach Innen führen. Doch niemals ganz erlöschen.


Alles er-scheint hell und klar. Scharf umrissen. Greifbar. Harte Grenzen zwischen Farben. Formen. Feste Welten aus 3-D. So real. Fast surreal. Künstlich klar. Alles hat seinen Platz. Seinen Plan. Ich fühle mich geordnet. In meinem Sein. Ich habe einen Platz. Einen Plan. Hier. In diesem lichten Raum aus Realität. Ich fühle wie mein Sein, mein Schein sich fügen. In das Zusammenspiel des Großen. Ich fühle wie mein Licht begrenzt wird. Von anderen Seiten, Formen, Feldern. Ich bin sicher in diesem Mosaik des Lebens.


Ich spüre den Halt der Limitierung. Alles geordnet. Ich. Nicht zu hell. Mein Strahlen begrenzt. Berechtigt. Aber doch von klaren Linien eingedämmt. Ich spüre das Kribbeln meiner Strahlen. Die weiter scheinen wollen. Über die Wände, Dämme, Grenzen. Ich spüre, dass es eng wird. Hier. In meinen planvollen 4 Wänden. 3 Dimensionen. Überschaubar. Doch ich will weiter schauen, blicken, flügeln.


Es kribbelt. In meinen Strahlenspitzen. Kitzelt die Wände meines Seins. Will ich damit zufrieden Sein? Mein Sein. Nur das? Ich will mich erheben. Atmen. Die Luft wird eng in diesen 3 Dimensionen. Mein Platz wird klein. Ich sehe mich von außen. Meine Seele in diesem Körper. Mein Sein in diesem Rahmen. Hübsch. Schlicht. Das war ich nie!


Ich sehe weiter. Nicht mit meinen Augen, sondern meinen Sinnen. Ich bin mehr als das! Ich spüre frische Luft. Atme tief. Voll Energie. Ich spüre, wie meine Strahlen die Wände lecken. Sie durchdringen wollen. Ich scheine weiter. Grenzen bröckeln. Krachende Realitäten. Erschütterte Manifeste. Alles bebt. Voll Licht. Luft. Meine Farben, mein Licht. Strömt weit hinaus. Ins All. Über Begrenzungen hinweg. Alles flirrt. Neue Weite! Neue Welten! Ich sehe die Schönheit hinter den Mauern. Erkenne: Chaos.


Und plötzlich bebt mein Grund. Der Grund meines Seins. Worauf stehe ich gerade? Woraus bestehe ich gerade? Worauf bestehe ich denn jetzt? Die neue Freiheit macht mir Angst. Es rüttelt, schüttelt meinen Geist. Die Surrealität meiner realen Welt stürmt auf mich ein. Ich suche Halt. Doch strauchle noch. Herabgezogen durch die Schwere meiner Physis. Ich bin Materie. Ich bin im Raum. Kann doch nicht fliegen! Ich bereue die Konsequenzen meines Strahlens. Fühle wie meine Welt zerbricht. Falle. Hart. Fühle Grenzen. Die Grenzen meines Seins als manifestes Material.


Doch da ist Leichtheit. In meinem Geist. Ich bin mehr als mein Körper. Ich bin weiter als man mit bloßem Auge sieht. Ich male über Grenzen. Mein Denken fliegt hoch hinaus. Meine Seele flügelt mit. Ich hebe ab. Meine Füße. So frei! Meine Arme erhoben. Ich blicke aufs Chaos. Von oben so schön! Voll Licht und Luft und freiem Fluss. Neue Farben, die geborstene Mauern durchströmen. Neues Ermischen. Meine Realität löst sich nicht auf! Ich löse mich nicht auf! Ich finde eine neue Welt. Neue Struktur. Ein neues Sein konfiguriert sich unter mir. Staunend blicke ich herab. Wo will ich landen? Welches Feld will ich füllen?


Ich bin gewiss, dass der Boden mich trägt, denn ich bin leichter als zuvor. Weiß nun, dass ich fliegen kann. Sehne mich nach neuem Raum. Der mir Halt gibt, ohne zu engen. Den ich verlassen kann. Wenn ich will. Den ich gestalten kann. Mit meinem Schein. Ich strahle. Und der Raum tut sich auf. Ich stehe fest doch bin nicht klein. Ich fühle Grenzen, doch stoße nicht an. Da ist mehr. Ich bin mehr. Ich weiß es, fühle, strahle, spüre. Was ist schon Realität? Ich kann sie kreieren. Und merke, dass ich gerade noch am Anfang bin. Meinem Beginn eines komplett neuen Seins.


Pictures from above to below: Eugenia Loli, Maggie Stephenson, Tailored Art, Tailored Art, Danielle Noel

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