The Moon in Gemini squares Neptune in Pisces (February 21st, 2021)


Gelbe Schmetterlinge tanzen über Wellen. Entschweben der Luft, flatterhaft leicht. Voll flirrender Färbung. Umflügeln sich zart. Finden neue Wege und Winde. Um empor zu faltern und hinab zu fallen. Voll Lust und Mut. Voll Neugier und Geschick.


Ich schaue gebannt. Kann kaum folgen. Dem wilden Tanz voll Eleganz. Brillanz. Meine Augen sind müde. Wollen rasten. Sich schließen. Doch sind wie fixiert, hypnotisiert. Von solch zitroniger Frische. Flatterhafter Lust. Ich folge den Faltern. Sie scheinen zu locken. Mich, zu ihnen zu flügeln. Mitzuspielen. Mitzutanzen.


Doch der Reiz meiner Augen trifft auf die Schwere meiner Glieder. Sie wollen nicht tanzen. Wollen ruhen. Träumen. Sehnen sich nach der erfrischenden Kühle des wogenden Wassers, das meine Füße umspült. Mein Herz ist schwer. Scheint noch schwerer beim Anblick des leichten Geflatters. Es will sich öffnen. Doch im Innen verharren. Will ruhen und staunen. Will weder flügeln noch flattern. Sondern versinken. In die Tiefen des Wassers. Ins Blau des Kosmos. Ins Nass der Wellen. Vertiefen. In surreale Fluten. Abseits des sonnigen Flatterns. Dorthin wo MEHR ist. Wahrheit. SEIN.


Mein Körper will fließen. Sich auflösen. In den Fluten unendlicher Weite. Mein Herz will seine Grenzen überpochen. Eins werden mit meiner Seele. Eins werden mit dem Kosmos. Mein ganzes Sein sehnt sich nach Hoffnung, Wahrheit, Liebe, Weite. Dem Flow ohne Zeit. Dem Sein ohne Raum.


Die kleinen Falter erscheinen fast nichtig. Jetzt, in Anbetracht des ALL. Des Wassers. Meiner Sehnsucht. Doch sie sind doch auch Teil dieses Seins! Sie spiegeln sich wider in den Wellen. Meiner Seele. Ich spüre das Flügeln in meinem Kopf. Ich spüre die Rastlosigkeit meiner Augen ihnen zu folgen. Die Schnelligkeit meiner Gedanken. Reize in Nervenbahnen. Aktiviert, durch flügelndes Gelb. Ich nehme wahr. Spüre die Schmetterlinge in meinem Kopf. Spüre die Weite in meinem Herz. Die Unendlichkeit in meiner Seele.

Alles darf sein. Das gereizte Flattern wird zum Streicheln. Meine Gedanken verflimmern, verglimmern, verblassen. Ich finde Gefallen an diesem Kontrast. Der wilde Tanz wird zur Meditation. Ein Mandala. Kreise ziehend über dem See meines Seins. Bahnen aus Licht im tiefen Blau. Ich finde Gefallen. An diesem Gebet. Die Schmetterlinge. Die See. Ich.


Ich lasse mich treiben. Im Wind. Im Wasser. Mein Körper, so leicht. Getragen von Wellen. Eins mit dem Nass. Und über mir: die flügelnde Pracht. Ich schließe die Augen. Und schwimme mit. So wie ich bin. Voll Ruhe und Kraft. Und beflügelndem Schlagen in meiner Brust.


Sie folgen mir. Die flattrigen Wunder. Doch ich bin still. Spüre ihr streichelndes Flügeln. Auf mir. In mir. Außen. Innen. Kann trotzdem sein. Treiben. Schwimmen. In diesem Bild aus Gelb und Blau. Bewegung und Ruhe. Ergänzen sich. Zu zitronenfaltrigen Phantasien voll kindlicher Neugier und wahrhaftem Sein.



Pictures from above to below: earthsky.org, unknown, unknown, Autumn Sky Eart

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