The Moon in Libra squares Pluto in Capricorn (March, 2nd 2021)


Harmonie. Bringt manchmal nichts. Der schöne Schein. Trügt. Lügt. Nein. Ist nur nicht alles. Die Oberfläche kratzt. Scheinbar schimmernd. Flüchtig flimmernd. Doch verloren.


Balance. Was ist das? Die Dynamik der Extreme. Die Ganzheit der Vielheit. Die Einheit der Kontraste. Polarität. Diversität. Ein buntes Bild aus allen Tönen. Auch schwarz. Auch weiß. Alles darf sein. Das Bild ergibt sich durch Schattierung. Schattig. Lichtvoll. Ehrlich. Das Bild hat Tiefe, Weite, Höhe. Eine Figur aus vielen Dimensionen.


Die Oberfläche kann strahlen. Doch ist nicht alles. Sie deckt nur ab. Fragil und fraktös. Die Tiefe darunter. Unter der Fläche. Eine ganze Welt. Unterwelt. Ein brodelnder Erdkern voll Schlamm und Glut. Voll Vergehen und Werden. Lavaströme pulsierenden Lebens. Reißender Hitze. Dunkles Glimmern voll erdreicher Wahrheit. Angstvolle Erschütterungen in tiefdunkler Erde.


Wir schrecken zurück. Wollen nicht sehen. Oder fühlen? Zucken zurück vor der Hitze des Kernes. Der Härte der Erde. Wollen nicht graben. Schmutz auf der Haut. Der schmerzt. Wir wollen nicht sinken. In diese Tiefen aus Schmerz, Schutt, Staub. Wollen nicht spüren. Die Lava unserer Adern. Den Staub unserer Knochen. Den Schlamm unsres Seins. Doch sie sind es: Die Erde, die Lava, der Schlamm, welche die Grundlage bilden für schönste Gebilde. Die sich in uns verbinden zu feinkrumigem Leben. Erde. Die Mutter allen Seins. Allen Lebens. Aller Schönheit. Unserer Schönheit.


Alles ist da. Die Fläche darf scheinen. Unser Auge erfreuen. Voll Harmonie. Emotionen voller Ästhetik. Kunstfertige Worte. Verpackte Gefühle. Ausgleichend. Lindernd. Heilend. Heilend. Doch nur, wenn sie keine Pflaster sind. Auf den Wunden erdiger Narben. Pflaster, die tiefe Scharten verdecken, vergessen wollen.


Die Ästhetik der Schatten. Kein Leben ohne Unterwelt. Kein Himmel ohne Erdreich. Kein luftiges Hoch ohne die Balance der Tiefe.


Das ist Harmonie. Das ist Energie. Das ist Wahrheit. Unser Bewusstsein über die Schönheit der Oberfläche und der Unterwelt. Das Fühlen des kontrastreichen Einsseins. Der Mut. Zur Tiefe. Zum Dunkel. Der Mut für Schönheit. Und Licht.


Wir dürfen fühlen. Verstehen, dass wahre Poesie alles umfasst. Wir dürfen die Augen nach Innen öffnen. Dürfen erkennen, dass unsere Oberfläche um so heller strahlt, je tiefer wir graben. Dass die Balance sich einstellt, wenn wir die Extreme kennen. Dass wir schön sind. Mit all unseren Scharten und Schatten, die Teil sind. Von unserer Seele und unseres Seins.


Wir spüren. Das ist Frieden. Das ist Balance. Wenn wir unsere Seele erkennen. Wenn wir gewahr sind, was in uns ist. Was uns enthält. Erhält. Erhellt. Wenn wir verstehen, dass der Glanz unserer Fläche noch schöner strahlt, wenn wir die Tiefe kennen. Dass unsere innere Lava es ist, die uns zum Leuchten bringt. Schmerzvoll. Schön. Wahr. Ein schimmerndes Dunkel voll tiefer Schönheit.



Pictures from above to below: Sarah Brimley, Anke Gladnick, Florà Borsi, Daniela Glunz

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