The Sun conjuncts Neptune in Pisces (March, 11th 2021)

Aktualisiert: März 7


Die Sonne schimmert über dem Wasser. Verheddert sich in glitzernden Wogen. Feine Strahlen, die Wellen jagen. Fluoreszierendes Licht voll unwirklicher Brillanz. Doch was ist schon wirklich? Was ist real? Warum sollten wir Festhalten an physischen Formen, wenn wir weitergehen können? Weiterträumen können? Warum sollten wir Festkrallen an sicheren Böden, wenn wir hinaufschwingen können? Was hält uns an sonnenbrandigen Stränden, wenn wir uns in kühlenden Fluten verlieren können? In Weiten, die uns verbinden. In Wellen, die uns mit sich ziehen. Klares Wasser, das reinwäscht. Heilt. Uns klärt vom staubigen Sand des festen Ufers. Wogend, uns schaukelnd. Wie Kinder. Kinder des Meeres. Embryonen im Ozean einer allumfassenden Seele. Weit und weich.


Wir spüren mehr als wir sehen. Wir spüren Meer. Unser Sein. Unser Strahlen. Unser Kern. Löst sich auf. Wir spüren unser Licht gebrochen. Doch nicht erloschen. Vielmehr vervielfacht. Durch das Glitzern des Meeres erscheinen wir neu. Prismen unserer Selbst. Lichtpartikel, die sich vereinigen mit den Wassermolekülen ewigen ALLs. Wir spüren erst jetzt durch die Auflösung des Lichts, dass wir Meer sind. Dass wir mehr sind, als lineares Strahlen. Dass wir Facetten haben. Regenbogenlicht. Scheinvoll und Seinvoll. Unser Licht wird bunter, wenn wir es lösen. Wenn wir verstehen, dass es nicht uns gehört. Es nur durch uns scheint. Unser Licht wird weiter, wenn wir es schmelzen. Mit den Wellen, mit den Wogen. Wir fühlen uns weit. Lassen uns strömen. Voller Licht. In uns, um uns Wasser. Wo fangen wir an? Wo hören wir auf? Verlieren uns. Entgleiten.


Es ist schön dahin zu glitzern. Strömen. Langsam sanft. In die Auflösung. Durchlässig. Nicht mehr sein. Sondern ALLES sein. Alles spüren. Fühlen. ALLEINS. In uns. Doch das Schaukeln der Wellen, das Glitzern des Lichts. Es blendet. Auflösung macht Angst. Da ist kein Grund. Da ist kein Ich. Wir sehen nichts mehr. Nur fluoreszierende Strahlen. Ungetrennt von wässrigem Blau. Sind wir im Wasser oder im Licht? Klarheit verschwimmt. Können wir trauen? Uns selbst? Dem Meer? Plötzliche Schwere. Das physische Gewicht wiegt tief. Können kaum Atmen. Unter wässriger Fläche. Müssen hinauf. Müssen uns trennen, vom Wogen der Fluten. Strampelnd entschwinden. Versuchen zu finden. Unsere Atmung. Unser Selbst.


Die Verschwimmung trennt sich. Wir fühlen uns kalt. Traurigkeit erfüllt unseren Körper. Dieser Körper. Feste Materie. Trotz all dem Licht. Trotz all dem Mehr. Illusion. Es war ein Traum. Die Schönheit nur Schein. Kein Sein. Wir sind kein Meer. Wir sind ein Ich. Ein Nichts. Vorbei der Traum der Verblauung. Wir fühlen uns wie Kinder. Hilflos geblendet. Vertrieben. Aus dem Mutterleib des Mehrs. Verstoßen. Aus dem Paradies allwogender Liebe. Ohne Hoffnung. Zurückgeworfen. Verbannt. Gefangen in unserem Körper. Ausgesetzt den eigenen Strahlen. Nichtiges Funkeln ohne Facetten. Eintönig. Real.


Doch ist das wahr? Oder auch nur Verblendung. Realität Illusion? Wir sehen nicht klar, wenn wir uns begrenzen. Wen wir uns trennen. Reduzieren auf sandkörniges Sein.


Vielleicht ist es nicht wichtig, was wahr ist, was nicht. Vielleicht können wir alles spüren und sein. ALL und Ich. Vielleicht können wir trotzdem spielen. Mit den Wogen und dem Licht. Vielleicht können wir uns spiegeln in der Ewigkeit des ALL. Begreifen, dass wir nichts greifen können. Wasser zerrinnt. Licht verscheint. Wir können es nicht fassen. Uns nicht fassen. Nichts fassen. Und das ist doch schön? Wir können damit spielen. Beide Welten erleben. Wir können genießen zu fließen. Wir können uns erheben. Aus der Gischt allen Seins. Mit neunen Impressionen aus Liebe und Licht. Wir können unsere Realität übersteigen, wenn wir es wollen. Unsere Welt neu erschaffen durch unser Gefühl. Wir können und dürfen Kinder sein. Spielen in Wogen. Ruhen am Strand. Wir sind keine Opfer, wenn wir nicht wollen. Sind weder getäuscht noch vertrieben. Denn es ist immer da. Das Meer unserer Seele. Verbunden mit allem. Wir haben den Zugang. Lebenslang und darüber hinaus.


Ist es nicht schön dieses Glitzern? Unsere Strahlen auf unendlichem Grund? Ist es nicht schön zu fühlen, dass mehr ist? Das Paradies auf Erden. Wir dürfen fest sein. In unserem Körper. Verkörpertes Licht voll strahlkräftiger Radianz. Wir können trotzdem verblauen. Gleichzeitig Materie und Geist. Eins und All.


Lasst uns träumen und spielen… in diesen wogenden Wellen von ewigem Licht. Voller Weisheit und Wahrheit. Volle Andacht. Dankbar. Unser Licht gehört zum Mehr. Strahlt durch uns. Scheint. Schein. Ist dies nicht das wahre Sein?


Pictures from above to below: @hheininge, 27MM, tumbler @tr1stero, @tailoredart.


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