Venus conjuncts Saturn in Aquarius (February 6th, 2021)


Liebe kann erweitern und beengen. Grenzen setzen und uns vor Grenzen stellen. Liebe kann uns in bedingungslose Tiefen reißen und uns in unbegrenzte Höhen ziehen. Zu Horizonten des Lichts und in Wälder voll Wirrheit.


Liebe kann Zeit brauchen. Aufwand kosten. Streng sein. Doch in der Härte kann Schönheit liegen. Der süße Schweiß unserer Mühen, der uns erfüllt und in der Tiefe schlummernde Samen keimen lässt.


Liebe erfordert manchmal Grenzen. Um unser Herz zu schützen. Doch manchmal stehen auch wir vor Mauern. Und unsere Liebe bringt uns an Limits.


Liebe ist alles. In uns, um uns. Immerdar. Und doch fehlt manchmal der Zugang. Es fließt nicht. Stockt. Verschlossen. In uns, um uns. Dann müssen wir suchen, bohren, graben, schürfen – wie nach einem seltnen Diamant. Es ist anstrengend. Doch das langsame Sickern, erfüllende Sprudeln, glitzernde Fließen entschädigt uns und heilt die Wunden unserer schürfigen Hände und atemlosen Herzen.


Manchmal bringen wir uns jedoch um Freiheit. Und damit um Liebe. Die freiheitliche Liebe für das ALL. Uns selbst und die Welt. Wir entfernen uns von unserer Seele. Unserer Essenz. Unserer Einzigartigkeit. Und der Liebe. Wenn wir festhalten. Zu sehr wollen. Unsere Liebe bündeln. Punktgenau. Laserscharf. Auf eine Person. Diese Person. Und dieser Mensch zurückweicht. Sich wegdreht. Abkapselt. Sodass unser liebevolles Strahlen abprallt. An unsichtbaren Glaskugeln aus harter Strenge. Kühlem Schweigen. Vernichtender Blindheit.


Wenn unsere Liebe abprallt, treffen diese Strahlen uns selbst. Pfeilscharf. Mitten ins Herz. Wenn sich unsere Liebe an eisigen Panzern abkühlt, vernichtet sie uns. Dann wird Liebe-volles Strahlen zu spitzem Schneiden, das atemlos unser Herz durchdringt, durchdrängt, durchtrennt. Ohnmacht, die zu Hass wird. Verzweiflung. Wut. Unverständnis. Trauer.


Unsere Liebe? Nicht da. Wir schachteln sie weg. In die tiefe Dunkelheit unserer Seele. Was bleibt ist Leere. Zweifeln. Und doch ein Sehnen. Das immer da ist. Ob wir’s glauben oder nicht. Ob wir‘s spüren oder nicht.



Dabei ist sie doch da! Die Liebe. Die Ewige! Die Ziellose, Weite. Ohne Punkt und Komma. Ohne Wenn und Aber. Sie ist da. In vergrabenen Boxen und um uns herum. Doch wir können sie nicht fühlen, sehen. Nur sehnen. Da wir voll Trauer sind. Voll Hass. Wut. Ent-Täuschung. Unterdrückt. Vergraben. In den dunklen Weiten des Seins.


Wir dürfen uns ent-Grenzen. Diese Schachteln entpacken. Wie Pandoras Box, die – wenn erstmal geleert – zum Lehrraum werden kann. Wir dürfen alles lösen, aufmachen, fließen lassen. Wut, Hass, Emotionen. Und Liebe. Denn sie ist da. Ohne Grenzen. In uns. Um uns.


Manchmal müssen wir die begrenzte Liebe erfahren, um die eigene Grenzenlosigkeit zu spüren. Manchmal müssen wir grenzenlose Liebe spüren, um selbst Grenzen zu setzen.

Manchmal müssen wir vor Mauern stehen, um zu begreifen, dass wir uns abwenden können. Um den Liebe-vollen Raum hinter uns zu erkennen.


Manchmal darf Liebe anstrengend sein. Uns über unsere Grenzen bringen, sodass wir eine neue Freiheit erfahren. Und manchmal dürfen wir unsere Liebe voller Sanftheit nach Innen wenden. Bündeln. Stärken. Sodass wir hernach frei sind zu lieben. Uns selbst. Andere. Mit mehr Klarheit, Wahrheit, Echtheit. Und dem Wissen, dass wir nicht festhalten müssen, um zu lieben, sondern dass Freiheit selbst nur eine Facette von Liebe ist.


Pictures from above to below: unknown, Georgia Rose Hardy, Georgia Rose Hardy, unknown


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