Venus in Aries conjuncts Ceres in Aries (April 3rd, 2021)


Du kannst das. Höre ich sie sagen. Du kannst das. Höre ich mich sagen. Spüre einen liebevollen Klaps. Ermunternde Blicke. Ich bin schon groß. Stark. Ich bin mutig und darf das. Ich kann es schaffen, weil ich es will. Ich kann Neues wagen, denn ich weiß: Ich bin gehalten. Habe sicheren Grund. Für neue Schritte. Ich weiß – es ist nicht gefährlich mich auszuprobieren. Voll Feuer zu sein. Voll Eifer. Denn ich bin gehalten. Sie hält mich. Nicht fest, aber sicher. Sie hielt mich. Niemals zurück. Zurück in der Zeit. Und heute halte ich mich. Sicher. Geborgen. Wie eine Mutter. Wie eine Frau. Wie Ich.


Ich bin beides. Mutter und Tochter. Liebevoll und stark. Voll Schutz und Verlangen. Ich bin Frau und Kind, Kriegerin und Priesterin. Eine Pionierin in vielen Rollen. Ohne mich zu verlieren in meinem Verlangen. Ohne zu verbrennen in meinem Feuer, denn ich habe sie. Mich. Ich bin genährt, umsorgt. Heute von mir. Damals von dir.


Erinnerungen an glückliche Tage, liebevolle Stunden. Du und ich. Zusammen im Licht. In der Leichtigkeit eines Gartens. Ich in deinen Armen. Dann in der Luft. Voll wirbelnder Schönheit. Sonne in meinen Haaren. In deinen Augen. Wärme. Nährung. Nahrung. Für meine Seele. Meinen Körper. Mein Sein. Der Duft von Beeren. Saftig und süß. Rot auf meiner Hand. Ich lecke ihn ab. Den Himbeersaft. Schlecke jeden Moment der Fülle in mich hinein. Glückliche Stunden. Voll Stärke und Halt. Bodenlegende Sicherheit.


Doch dies ist vergangen. Ich trauere. Um dich? Um mich? Ich will zurückgehen in diese Zeit, doch finde den Weg nicht mehr. Verirre mich in Ewigkeit. Spüre die Trennung. Den Schnitt. Messer auf meiner Haut. Du bist noch da. Doch nicht mehr hier. Bei mir. Ich bin alleine. Voll Trauer und Wut über vergangenes Glück. Kindertage. Kinderträume. Aber ich bin doch noch klein. Schutzlos. Ausgeliefert. Ich kann nicht alleine. Sein. Will mich nicht zeigen. Will verschwinden. Im Schatten der Auflösung. Ohne Feuer. Ohne Mut. Ohne dich. Ich fühle mich kalt. Die Sonne des Gartens. Vergangen. Hinuntergerutscht hinter den Horizont der Zeit. Es ist Winter auf Erden. In mir herrscht Dürre. Ungeborgen. Ungeboren.


Ich bin keine Frau. Kein Kind. Keine Mutter. Ich fühle mich erstickt. Wie ein Feuer, das erstarb. Und sich doch sehnt, nach einem Funken, der es nährt. Nahrung für die Flammen. Luft, Licht, Sonne, Wärme, Liebe, Hitze, Mut, Kraft. Lebenskraft.


Ich höre dich. Oder mich? Du kannst das. Ich kann das. Ich bin noch immer das Kind dieser Tage. Aber nun bin ich mehr. Eine Frau, eine Mutter. Meine Mutter. Ich bin nicht getrennt, nicht allein. Ich bin geboren, geborgen, genährt, umsorgt. Versorgt. Durch mich. Ich bin nicht nur Eins. Ich habe viele Rollen, verkörpere die Facetten des ganzen Lebens, Frauseins. Die Magie dieses Kosmos, in meinem Herz. In meinem Körper. In meinem Sein. Ich verschmelze in mir zu neuer Schönheit, voll kraftvollem Licht, voll mutiger Lust. Ich kann. Weil ich will.


Ich kann mich selbst umsorgen. Muss nicht mehr warten auf jemand im Außen, der mich ermuntert, ernährt, ermutigt. Ich darf erwachen und erwachsen. Die Kinderträume waren wahr. Das Kind von damals ist noch da. Die Mutter, du – bist nun in mir. Die Frau – ich ist nun real. Ich bin alle Versionen, meiner selbst, deiner selbst. Venus und Ceres. Frau und Mutter. Ich bin meine Löwenmutter, voll Mut und Liebe. Voll Kraft und Trost. Kann mich halten. Ich bin am Beginn eines neuen Weges, neuen Zyklus. Voll tiefen Lebens und Transformation.


Ich spüre mein Feuer und sehe mich. Aus liebenden Augen, ermunternd und mutig. Du kannst das höre ich mich sagen und schmecke den süßen Saft von Beeren. Vertraut, neu, frisch, ich.


Pictures from above to below: unknown, unknown, Alicia Blaze Hunsicker, unknown, Autumn Skye Art

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