Venus in Aries sextiles Saturn in Aquarius (March, 30th 2021)


Ich will. Ich fühle. Ich verlange. Das Feuer lodert. In mir und um mich. Lange Zeit war ich still. Brav. Habe gefühlt, was andere wollten. Getan, was andere sagten. Verlangten. Doch wo war mein Verlangen? Was ich von mir verlangte, stimmt nun nicht mehr. Ist nicht mehr wahr. War niemals wahr.


Wo war mein Feuer bei all dem Verlangen und Belangen – von anderen? Es verbrannte mich. Innerlich. Schmerzvoll. Doch auch gewohnt. Es ist sicher selbst zu verschmerzen. Das wahre Feuer zu ersticken, um ein kleines Licht zu sein. Gedimmt. Es ist leicht zu sagen, was andere wollen. Es ist sicher, zu tun, was andere verlangen, anstatt dem eigenen Verlangen, dem Lodern, dem Wollen zu folgen. Ich brauchte den Schein in den Augen der anderen. Hatte Angst anders zu scheinen – als erwartet. Und war dadurch doch nur Anschein. Ohne Sein.


Ich feuerte. Gegen mich. Ich brannte. Aus. Ich ließ die Flammen des Wollens mein eigenes Herz zerreißen. Stiche in der Glut. Feuer kann zerstören und erwärmen. Es kann verbrennen und Neues gebären. Aus der Asche. Neues Leben. Neue Flammen. Erst zart und schlingelnd. Dann goldrot und leuchtend. Es ist schön so zu brennen. Innerlich und ehrlich. Lebendig & beweglich. Ein Feuer! Kein gedimmtes Licht. Und auch kein schneidender Laserstrahl. Ein Feuer, voll Kraft und Schein, Verlangen und Versprechen. Es braucht Zeit und Zuwendung. Ich darf es nähren und hüten. Dieses Feuer. In mir. Denn dieses Brennen ist mein Wollen. MEIN Wollen. Das aus der Tiefe kommt. Ich will mich hingeben. Diesem Licht. Dieser Wärme aus dem Herzen folgen. Mein Feuer entfachen und lodern sehen. Mal züngelnd und wild, mal heimelig glimmend.


Doch darf ich das wirklich? Da kommt die Schuld. Die alte Angst. Scham. Wer bin ich denn? Dass ich so einfach brennen? Für mich. Übertrete ich damit nicht Grenzen? Alte Mauern umgeben mich. Wer wirft den ersten Stein? Ich fühle mich eingesperrt in Limitierungen aus alter Zeit. Vergangenheit. Gedanklichen Erinnerungen aus Scham, Schuld, Verstoß. Kälte macht sich breit. Mein Feuer – es flackert. In Gefahr. Ich sehe die bläuliche Glut. Spüre brennende Schuld und Angst vor der Kälte. Die sich ausbreitet, wenn das Feuer erlischt. Schwarze Nacht. Grenzen des Dunkel. Grenzen des Seins. Grenzen. Irgendwoher höre ich Hunde bellen. Hart und laut. Sie weisen mich in meine Schranken. Limitierung statt Lust. Übermacht und Ohnmacht breiten sich aus. Legt sich wie ein erstickendes Tuch über mein Feuer. Doch Halt! Ist dies wirklich wahr? Oder sind dies meine vertäuschten Gedanken? Mentale Muster, die sich verflechten? Zu einem engen Netz aus Altem. Hartem. Verkrustete Ketten. Ich kann sie sprengen!


Ein neuer Wind umweht meine Gedanken. Bläst weg den Staub der Zeit. Das erstickende Tuch auf meinem Feuer. Es hebt und lichtet sich. Ich kann neu denken. Ich kann neu handeln. Ich kann. Mein Feuer brennen lassen. Für mich. Ich kann ein neues Gefäß bilden. Eine Schale für mein Feuer. Golden glimmend und voll echtem Schein. Ich darf Brennen! Die neue Luft befeurt mich! Ich darf mich fokussieren auf mein Lodern. Ein neues Flammen, das alles Alte voll zischender Lust in Stücke reißt. Zur Glut. Zur Asche. Zu Staub. Die alte Scham darf vergehen. Zerfallen. Und sich verwandeln. In Wissen und Klarheit. Selbsterkenntnis und neuer Kraft.


Ich will und ich darf dieses Feuer ehren. Diese Flammen hüten, ohne zu ersticken. Ich möchte und spüre, dass dieses Feuer nun brennt. Wild und lebendig, mich schützend und wärmend. Ich spüre wie ich leuchte. Aus dem Innen voller Schein, der echt ist. Wärmend, lebendig. Ich spüre, dass ungute Grenzen zerschmelzen. Und dass dieser Schein, dieses Flammen eine neue Grenze bildet. Die mich schützt, aber weitet. Ich kann mein Feuer fokussieren. Mein Wollen ausrichten, sodass es mir dient. Über mein Brennen bestimmen, sodass es mich wärmt. So hell, so klar, so heilend, so heilig.


Mein Feuer. Mein Verlangen. Mein Wollen. Mein Wille. Aus dem Herzen nach außen. Ich strahle und leuchte. Und die Welt um mich ist Licht.



Pictures from above to below: Mike Monhagan, Rachel Jerry, Georgia Rose Hardy, Thin Loth, Tin Loth

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