Venus in der Unterwelt – September bis Dezember 2022

Aktualisiert: 1. Sept.



Planet Venus wird um den 3. September ihre Unterwelt Phase beginnen. Nach etwa acht Monaten als tapferer Morgenstern verschwindet sie nun hinter der Sonne, ist von der Erde aus unsichtbar, bis sie am 14. Dezember als Abendstern neu ersteht.


Während Venus‘ Morgensternphase folgten wir mutig unseren Herzens-Zielen und unserer Inspiration. Wir machten neue Erfahrungen und lernten mehr über uns selbst, unsere Herzens- Wahrheit und unsere tiefen Wünsche.


Als Morgenstern war Venus/Innana im Innana-Mythos auf ihrem langsamen, aber stetigen Weg nach unten und innen – in die Unterwelt.


Bei ihrem Abstieg passierte sie 8 Venus Gates (Mond-Venus-Konjunktionen), wo sie alle ihre Power Symbols, oberflächlichen Rollen und äußeren Hüllen abgeben musste.


Seit dem Beginn des Venuszyklus im Steinbock im Januar haben wir alles losgelassen, was nicht mehr im Einklang mit unserer Wahrheit ist.


Auf unserer Reise sind uns Fixierungen, Beziehungen, Rollen und Selbsterwartungen bewusst geworden, die uns nicht mehr dienen. Wir ließen alte Schichten und enge Korsetts los.


Wenn wir nun zusammen mit Venus/Innana die Unterwelt betreten, sind wir nackt.


Nackt zu sein bedeutet, authentisch, wir selbst, unsere wahre Essenz zu sein. Aber nackt zu sein bedeutet auch, verwundbar und „unbewaffnet“ zu sein.



Was ist die Bedeutung von Venus Unterwelt Phase?


Die Astronomie von Venus gibt uns einen Hinweis auf die Bedeutung der bevorstehenden Phase.


Planet Venus ist jetzt am weitesten von uns, der Erde entfernt. Sie verschwindet vom Himmel, ist außer Sichtweite und hinter der Sonne. Ihr Licht ist unsichtbar, verborgen.


Wir könnten uns distanziert, isoliert, einsam und von unserem Leben entfremdet fühlen.


Wir könnten eine Spaltung zwischen Venus, der Weisheit unseres Herzens, unserer weiblichen Essenz und der äußeren Welt, unseren Beziehungen und äußeren Rollen spüren.


Vielleicht fühlen wir uns verloren. Sitzen im Dunklen. Sind ohne Orientierung. Verwirrt bezüglich unserer Wünsche, Aufgaben, Rollen.


Die Unterwelt kann sich wie eine Übergangsphase anfühlen – wir befinden uns zwischen Lebensphasen: Eine alte Version von uns ist bereit zu sterben. Eine neue Version ist im Entstehen und Auferstehen.


Aber Distanz und Abstand bieten uns neue Möglichkeiten.


Wir können unser Leben, unsere Handlungen, unsere Ziele und Rollen beobachten. Wir gewinnen eine neue Perspektive – von unten. Die Unterwelt kann ein Schutzraum sein.


Dunkelheit kann ein weicher, samtiger Mantel sein, unter dem wir uns sicher verstecken und zu unserem Kern und unserem Coeur zurückfinden.


Wir können unsere alte Haut abstreifen, alte Versionen von uns selbst loslassen. Wir können Oberflächlichkeit erkennen und Selbstaufrichtigkeit und Selbstvertrauen entwickeln.


Während unseres „Retreats“ in die Unterwelt können wir uns verwandeln und neu bilden – von unseren Steinbock-Knochen bis zum Venus-Herz.


Aber es ist wichtig zu verstehen, dass alte Versionen und unsere bisherigen Erfahrungen kein Müll sind! Wir sollten sie niemals als nutzlos verurteilen und wegwerfen.


Unser vergangenes Selbst ist wertvoller Kompost und der fruchtbare Boden, auf dem unser neues Selbst und Bewusstsein wie ein Samenkorn in den nährenden Armen von Mutter Erde wachsen kann.



Die Exterior Conjunction von Venus in der Waage


In der Mitte ihrer unterirdischen Reise am 22. Oktober wird Venus genau hinter der Sonne in der Waage stehen.


Diese sogenannte Exterior Conjunction markiert die Halbzeit des 19-monatigen Zyklus der Venus.


Während ihrer Sonnenkonjunktion ist Venus am weitesten von der Erde entfernt. Im Mythos ist dies der Moment, in dem Innana/Venus stirbt und – nach drei Tagen – erweckt und wiedergeboren wird.


Während der Exterior Conjunction werden wir möglicherweise mit alten Geschichten und Dämonen aus der Vergangenheit konfrontiert, insbesondere aus dem letzten Winter.


Pluto, Gott der Unterwelt, wird die sterbende Venus aus einem harten Winkel, einem Quadrat, grüßen. Das kann sich unangenehm, aber auch vertraut anfühlen: Wir begannen den aktuellen Venuszyklus in einer Konjunktion zu Pluto im Steinbock im Januar.


Wir könnten alten Konflikten und Wunden in Beziehungen und bezüglich unseres Selbstwerts begegnen. Alte Muster könnten aufkommen.


Wir fühlen uns vielleicht *wieder* getriggert. Wir könnten uns in Geschlechter- und Beziehungskonzepten oder Businessrollen gefangen fühlen, die uns nicht mehr dienen.


Aber wir haben bereits neue Erfahrungen gemacht und uns weiterentwickelt. Wir sind jetzt in einer neuen Position!


Wir haben eine andere Perspektive (Quadrat) zu Pluto! Wir können mit Abstand auf alte Konflikte blicken und sind nicht mehr mit ihnen verschmolzen (Konjunktion).


Wir können klarsehen, wo andere unsere eigenen (begrenzenden) Selbsterwartungen widerspiegeln, und wir können erkennen, wie wir unsere Selbstliebe, Herzenswahrheit und Selbstsouveränität vertiefen können.


Mit dem Venus Zyklus im Steinbock sind wir eingeladen, uns von Geschlechter- und Beziehungsrollen, Erwartungen an unsere (Arbeits-)Leistung und von (Selbst-)Urteilen zu lösen.


Wir sind eingeladen, Selbstverantwortung für unsere Bedürfnisse und Wünsche zu entwickeln. Wir können unsere eigene Autorität werden und unser Leben aus dem Herzen heraus führen.



Venus‘ Unterweltphase: Eine Reise von der Jungfrau zum Steinbock


Interessant ist auch, dass die Unterweltphase in die 2. und 3. Quadranten des Tierkreises fällt:


Venus wandert durch Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze und wird im Steinbock wieder sichtbar.


Wir wechseln von einer Phase, in der wir uns von Ego-Anhaftungen klären (Jungfrau) in eine Zeit, in der wir uns mit Beziehungen zu anderen und unserer Rolle in einem sozialen Kontext (von Waage bis Steinbock) auseinandersetzen.



Gerade jetzt, zu Beginn der Unterweltphase, wenn Venus in Jungfrau steht, kann es wichtig sein, sich nach innen zu wenden.


Die Unterwelt kann unser heiliger Tempel werden. Anstatt zu schauen, was andere von uns erwarten, können wir Klarheit gewinnen, was für uns selbst wichtig ist und welche (Ego-)Anhaftungen uns daran hindern, zu unserer Essenz zurückzukehren.


Wir können ein Gefäß für göttliche Energie werden, die uns durchströmen möchte.




Ist Venus Unterweltphase eine spaßige Zeit?


Ich denke nicht. Aber können wir die Dunkelheit als Gelegenheit für Ruhe, Rückzug, Nährung, Regeneration betrachten?


Oft lassen uns unsere dunkleren Phasen wachsen. Oft sehen wir mehr, wenn wir die Augen schließen. Oft erkennen wir, was wahr ist, wenn wir unter die Oberfläche schauen.


Oft lernen wir uns tief kennen, wenn wir von der Welt entfernt sind. Oft spüren wir die Essenz unseres Herzens, wenn wir nackt und verletzlich sind.


Und wir sollten nie vergessen, dass die Unterwelt „nur“ ein Teil der Reise von Venus ist. Wir werden die Unterwelt am 14. Dezember verlassen. Wir werden auferstehen. Wir werden als strahlender Abendstern die Nacht erhellen.


Wir werden zurückkommen. In die Welt. Mit tieferer Weisheit und neuer Kraft. Wir werden unsere Essenz, unser Herz und unsere Mission mit anderen zu teilen. Auf Basis von Selbstvertrauen, Selbstaufrichtigkeit, Selbstsouveränität, Integrität und Liebe.



Lerne in meinem Venus Cycle Workshop zum sofortigen Download mehr zum Venus Zyklus und seinen Phasen!



Artworks: Julia Corbett

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